Aktuelles

Tag der offenen Tür am KoNaRo mit viel Wissenswertem – Spaß für die ganze Familie

Ein Erlebnis für die ganze Familie war der Tag der offenen Tür des KoNaRo – Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe – am Sonntag (17.06.2018). Alles drehte sich um erneuerbare Energien und nachwachsende Rohstoffe. Besucher konnten an der Schulgasse 18 einen Blick hinter die Kulissen der deutschlandweit bedeutenden Forschungseinrichtung werfen und sich von den Experten vor Ort beraten lassen. Schön war das gemeinsame Auftreten aller drei Säulen des Kompetenzzentrums, des TUM-Campus Straubing, des Technologie- und Förderzentrums und CARMEN. Mitarbeiter, Wissenschaftler und viele engagierte Studenten betreuten mit viel Herzblut und Informationen Kinder und Erwachsene. Alles unter dem Motto, "nachhaltige Alternativen" aufzuzeigen. Der Tag der offenen Tür fand als Sonderveranstaltung anlässlich des Jubiläums "800 Jahre Neustadt Straubing" in Kooperation mit der Stadt Straubing statt.

Das Team der Professur Regenerative Energiesysteme (RES) beteiligte sich mit verschiedenen Aktionen am Tag der offenen Tür. So wurde Speiseeis mit Hilfe von flüssigem Stickstoff erzeugt (Jeremias Weinrich, Katharina Koch), im Technikum wurde von Bastian Alt und Wolfgang Waldmüller anhand von Schaumodellen ein Wirbelschichtreaktor erklärt und die Staubabscheidung in einem Zyklon demonstriert und Bernhard Huber hielt einen Workshop zur Energiewirtschaft ab. Im Forum lief zusätzlich eine Präsentation zu Forschung und Lehre am TUM Campus Straubing, mit dem Schwerpunkt auf der "energetischen Nutzung", zusammengestellt von Gert Tilk.

(Fotos © TUM CS, 2018)

RES präsent auf der "26th European biomass conference and exhibition"

Die "European biomass conference and exhibition" (EUBCE) ist die weltweit größte Konferenz für die Behandlung, Konversion und Nutzung von Biomasse. Die 26. Ausgabe fand vom 14. – 17. Mai 2018 in Kopenhagen, Dänemark statt, wo 3169 Autoren und Co-Autoren in über 800 Präsentationen neueste Erkenntnisse aus Forschung, Entwicklung und Umsetzung darstellten.
 
Auch die Professur für Regenerative Energiesysteme war zugegen und nutzte diese Gelegenheit zur Vernetzung, Information und zum Wissensaustausch. Die Mitarbeiter der Professur präsentierten zudem eigene Ergebnisse zu folgenden drei Themen:

- Alt, B.; Gaderer, M.; Method to monitor the function of electrostatic precipitators in biomass combustion plants by capturing the operation parameters

- Koch, K.; Gaderer, M.; Intelligent controlling of power driven solid biomass CHP plants in flexible district heating with a seasonal heat storage and a  power-to-heat component

- Waldmüller, W., Gaderer, M.; Improving energetic and material efficiency by Hydrothermal Carbonisation of sewage sludge; a parametric study

Weitere Informationen mit dem Tagungsband zur 26th European biomass conference and exhibition sind online verfügbar unter: http://www.eubce.com/

Bastian Alt
Katharina Koch
Diesjähriger Tagungsort: Kopenhagen
Wolfgang Waldmüller (Foto: © EUBCE 2018)

Geschichte der Ressourcengewinnung im Bayerischen Wald

Das Team von Regenerative Energiesysteme besichtigt das Silberbergwerk.

Am 29.05.2018 unternahm die Professur für Regenerative Energiesysteme einen Ausflug zum gemeinsamen wissenschaftlichen retreat nach Bodenmais.

Auf dem Programm stand vormittags die Besichtigung des Besucherbergwerks Silberberg, in dem seit dem Mittelalter bis 1962 verschiedene Erze abgebaut wurden. Wegen seiner historischen Bergbauspuren ist das Schaubergwerk Silberberg vom Bayerischen Landesamt für Umwelt als besonders wertvolles Geotop (Geotop-Nummer: 276G002) ausgewiesen.
 
Nach einer mittäglichen Stärkung im Biergarten des Gasthofs Adam Bräu ging es nachmittags zum gemeinsamen Bogenschießen.

Auf dem "3D Bogen Jagd Parcurs" konnte das Team dann ausgiebig Geschicklichkeit und Konzentration trainieren. Gemeinsam gewonnene Erkenntnis: Bogenschießen sieht leichter aus als es ist, vor allem das Treffen will geübt sein...  

Mit Connecting Continents e.V. in Afrika

Connecting Continents Secondary School Pemba
"Hand in Hand": Lehrerkollegium und Reisegruppe

Gert Tilk vom TUM Campus Straubing und Mitarbeiter der TUM Professur für Regenerative Energiesysteme wurde 2017 Mitglied des Vereins Connecting Continents e.V. (http://www.connectingcontinents.de).

Im Januar 2018 ist er im Rahmen einer jährlich mehrfach stattfindenden Unterstützungsmission nun erstmalig mit einem Reiseteam aus Niederbayern auf die Insel Pemba (Tansania) geflogen.

Connecting Continents betreibt dort eine private Sekundarschule mit einheimischen Lehrern (derzeit gut 300 Schüler, davon 50% Mädchen und 25% Waisenkinder) und ein Ärztehaus (mit zahnmedizinischer, künftig auch mit allgemeinmedizinischer Grundversorgung). Dies alles wird mit Spendengeldern aus Deutschland finanziert und mit freiwilligen deutschen Helfern zusammen mit Einheimischen gebaut und weiter entwickelt.

Die Schule gehört zu den besten ihrer Art in ganz Tansania. Öffentliche Schulen sind Mangelware und meist schlecht ausgestattet, und die Privatschulen kosten natürlich Geld, doch das können sich die meisten Eltern nicht leisten. Deshalb werden bedürftige Kinder durch Connecting Continents-Patenschaften unterstützt. Die zahnärztliche Versorgung ist ebenfalls Gold wert, da schon Kleinkinder mit zu viel süßen Getränken verwöhnt werden, während gleichzeitig Zahnpflege und Prophylaxe noch weitgehend unbekannt sind. Hier wird ebenfalls Pionierarbeit geleistet.

Die Anlage auf Pemba ist zugleich ein ökologisches Vorzeigeprojekt, da mit autarker Stromversorgung (Photovoltaik aus Deutschland) und eigener Trinkwasserversorgung (Tiefenbohrung, Wasserpumpe) betrieben. Ein "Traum" in diesen Ländern…

Dies leistet die hinter Connecting Continents stehenden Firma Gold Solar Wind (GSW) (http://www.gold-solarwind.de) in 94356 Kirchroth, die auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien arbeitet. So sind Josef und Lucia Gold, beide Geschäftsführer von GSW, zugleich Gründungsmitglieder von Connecting Continents und betreiben den Verein seit 2003.

Das niederbayerische CC Team arbeitete eine Woche an Schule und Doktorhaus, die "Highlights" der Reise waren zum Abschluss die jährlich Ende Januar stattfindende, fröhliche Schulfeier des Absolventenjahrganges, und dieses Jahr zudem die offizielle Eröffnung des Doktorhauses.

Als "ITler" hat sich Gert Tilk auf dieser Reise mit um den Ausbau der Internet-Anbindung und zusammen mit Elektrotechniker und technischem Betriebsführer PV Thomas Eggebrett von GSW um die Einrichtung einer Fernüberwachung für die PV-Anlagen gekümmert.

Doch auch eine EDV Grundausstattung für die Schule wird immer wichtiger, das wurde Tilk bei der Reise ebenfalls klar. Denn vor Ort könnte auch ein grundlegender Computerunterricht gehalten werden: Es ist ein Computer-Klassenzimmer vorhanden, und eine zuverlässige Stromversorgung auf der Anlage mit 230 V Wechselstrom ist ebenfalls gewährleistet.

Diese künftige technische Ausstattung hat sich Gert Tilk nun "zur Hausaufgabe gemacht".

Das ist natürlich nur über weitere Spenden zu leisten…

Dabei ist für den Mitteleuropäer kaum zu glauben, mit wie wenig Geld man dort wie viel bewirken kann!

Eine Vorstellung des Vereins am TUM Campus Straubing ist für den Beginn des kommenden Wintersemesters angedacht.

Abschlussjahrgang 2018
Zahnarztbehandlung im Doktorhaus
Die Techniker
PV Überwachungsmodul
Chemielehrsaal, zugleich Batterieraum
Besuch im Dorf

Wer mehr über die Vereinstätigkeit wissen oder zum Hilfsprojekt beitragen will:

Dipl.-Geogr. Gert Tilk
Professur für Regenerative Energiesysteme
TUM Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit
gert.tilk@tum.de

Connecting Continents e.V.

http://www.connectingcontinents.de

https://www.facebook.com/ConnectingContinents

Weitere Informationen:

Vereins-Flyer 2018 (PDF)

Flyer Zahnarztprojekt 2018 (PDF)

Reisebericht Januar 2018 (PDF)
 
Bericht Straubinger Tagblatt, 30.04.2018 (PDF)

Energetic Utilization of Biomass – Summer School TUM – UC Davis

Exkursionsgruppe auf der E.ON Bioerdgasanlage bei Aiterhofen

Im Rahmen von BaCaTeC fand von 3. - 11. April 2018 die Energetic Utilization of Biomass Summer School (Wolfgang-Hillen-Sommerschule) in Kooperation mit der University of California, Standort Davis, statt. Die Organisation und Durchführung erfolgte vom Lehrstuhl für Energiesysteme am Maschinenwesen.

Im Rahmen der Sommer School veranstaltete der Lehrstuhl für Regenerative Energiesysteme vom TUM Campus Straubing Fachvorträge in Raitenhaslach und Exkursionen zu Clariant in Straubing, E.ON Bioerdgas in Aiterhofen und dem Biomassehof im Aachental für die Studenten aus den USA und Deutschland.

Weitere Informationen:


Bayerisch-Kalifornisches Hochschulzentrum (BaCaTeC)

http://www.bacatec.de/de/index.html  



Die energetische Nutzung von Biomasse zur Produktion von Wärme, Strom oder Kraftstoffen stellt einen wichtigen Weg dar, den Anteil der erneuerbaren Energien zu steigern. Sowohl in Bayern als auch in Kalifornien besteht großes Potenzial für den weiteren Ausbau der Biomassenutzung. In beiden Ländern wird daher umfassend an unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten geforscht. Diese Forschungsaktivitäten werden im Rahmen der internationalen Summer School vorgestellt und gemeinsam mit den Teilnehmern diskutiert und erarbeitet. Dabei werden Themen aus den Bereichen Biomasse-Vorbehandlung, Vergasung und Verbrennung behandelt.

Gästeschießen der Bundeswehr (September 2017)


Auf der Standortschießanlage der Bundeswehr in Roding fand am 23. September 2017 ein Gästeschießen statt, an dem auch Teammitglieder der Professuren Regenerative Energiesysteme und Energietechnik teilnahmen.

Studierende besichtigen Viessmann Deutschland GmbH (Juni 2017)

Prof. Dr.-Ing. Matthias Gaderer (3. v. r.) und Prof. Dr. Josef Kainz (6. v. r.) mit den Straubinger Studierenden in Allendorf
Heizzentrale

Die Professur für Regenerative Energiesysteme veranstaltete im aktuellen Sommersemester eine zweitägige Exkursion für Studierende des Studiengangs "Nachwachsende Rohstoffe" zur Viessmann Group.

Das Familienunternehmen mit Sitz im hessischen Allendorf ist ein führender Hersteller von Heiz-, Industrie- und Kühlsystemen mit weltweit 12.000 Mitarbeitern. Mit 22 Produktionsgesellschaften in 11 Ländern, mit Vertriebsgesellschaften und Vertretungen in 74 Ländern sowie weltweit 120 Verkaufsniederlassungen ist Viessmann international ausgerichtet.

Im Mittelpunkt der Exkursion stand es, den Studierenden einen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten der Energieerzeugung aus Biomasse zu geben. Neben den fachlichen Vorträgen im hauseigenen Infocenter der Viessmann Akademie wurde dies durch den Besuch von Technikum, Heizzentrale und den Fertigungshallen des Unternehmens verdeutlicht. Zudem besichtigten die Studierenden den Ablauf einer Hackschnitzelfeuerung mit einer ORC-Anlage.

Ergänzend dazu referierte ein Vertreter von Viessmann über die energetische Nutzung von Biomasse. Abschließend besichtigten die Studierenden eine Biogasanlage mit mikrobieller Power-to-Gas-Anlage.

Abgerundet wurde das Programm durch eine Übernachtung im unternehmenseigenen Gästehaus.

Lehrstuhlausflug nach Linz (Juni 2017)

 
Besichtigung des modernsten Stahlwerkes in Europa: voeastalpine in Linz, Juni 2017

Tag der offenen Tür (Juni 2016)


Impression vom Tag der offenen Türe am Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (27. Juli 2016)

Mit modular aufgebautem Wellenkraftwerk zum Doktor

Freuen sich über die bestandene Doktorprüfung (v.l.): Matthias Gaderer, Philipp Sinn, Martin Faulstich, André Niemann.

26.02.2016

In seiner Dissertation hat sich Philipp Sinn mit dem Thema "Vergleich einer neuartigen Wellenkraftwerkstechnologie mit existierenden Stromversorgungs-möglichkeiten an einem dezentralen Modellstandort" befasst, die er im Rahmen seiner Kooperation mit dem CUTEC Institut angefertigt hat. Mittlerweile ist aus der Dissertation das Unternehmen "SINN Power GmbH" erwachsen, welches mit dem CUTEC-Institut zusammenarbeitet. SINN Power entwickelt ein modular aufgebautes Wellenkraftwerk und erforscht dessen Einsatzmöglichkeiten.

Philipp Sinn konnte bei seiner Promotion insbesondere auf seine zehn Jahre lange Erfahrung als Technischer Berater mit Schwerpunkt erneuerbare Energien zurückgreifen. Der CUTEC-Geschäftsführer Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich hat diese Arbeit als "Doktorvater" noch aus seiner Zeit in München begleitet. Als Zweitprüfer unterstützte Prof. Dr.-Ing. André Niemann von der Universität Duisburg Essen (Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft) die Dissertation. Die Prüfung fand an der TU München am Wissenschaftszentrum Straubing unter dem Prüfungsvorsitz von Prof. Dr.-Ing. Matthias Gaderer (Professur für Regenerative Energiesysteme) statt.

Mit dem daraus gegründeten Startup Unternehmen Sinnpower (http://www.sinnpower.com) lebt die Entwicklung sehr erfolgversprechend weiter. Wir wünschen dazu Herrn Sinn viel Erfolg.

 

 

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